Dank an die ModulteilnehmerInnen

für euer großes Engagement, mit dem ihr den Workshop gestaltet habt. Mir hat er viel Freude gemacht, denn ich konnte sehen, dass ihr an Euren eigenen Fragen gearbeitet habt und immer den Bezug zu euren Schülergruppen hattet.

Wieder waren unter den 20 TeilnehmerInnen alle Schularten, Schulstufen und viele verschiedene Fächer vertreten. Aber nicht nur in diesen Aspekten war die Heterogenität groß: Es gab auch eine Heterogenität der Voraussetzungen, denn wir hatten sowohl ReferendarInnen im Workschop, die schon Erfahrungen mit Blogs hatten – sogar Erfahrungen mit Blogs im Unterricht – als auch ReferendarInnen ohne jede aktive Web 2.0 – Erfahrung.  Die Spanne an Unterschieden war also sehr groß. Trotz – nein, besser gesagt, gerade wegen dieser Diversität – war einerseits Individualisierung nötig, damit alle etwas davon haben konnten, und waren andererseits die kollektiven Phasen, in denen Erfahrungsaustausch stattfand, sehr produktiv. Ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin schrieb hinterher in ihr Feedback:

Das Modul heißt ‚individualisiertes Unterrichten mit Weblogs‘. Ich finde es toll, dass wir Teilnehmer dieses Moduls individuell und selbstorganisiert arbeiten konnten! Ich selbst konnte erleben, wie so ein Unterricht sein kann! …

Da hüpft natürlich das Lehrerausbilder-Herz, denn so war es auch gemeint. Vielen Dank für die Rückmeldung! 🙂 Erlebbar war – so glaube ich wenigstens – auch, dass Individualisierung nicht heißt: jeder arbeitet nur für sich alleine. Gerade in den kollektiven Austauschphasen kamen die spannendsten Fragen auf, die heiß diskutiert wurden:

  • Wie steht es mit Korrigieren von Schülerbeiträgen, bevor sie ins Netz dürfen? – Nicht nur Rechtschreibung, auch Inhalt: Kann man undemokratische Meinungen „stehen lassen“? Oder muss man sie sogar stehen lassen, aber nicht unkommentiert? Muss man sie selbst kommentieren, ist es besser, wenn SuS sie kommentieren?
  • Motivation und Leistungsbewertung: gibt es da einen Zusammenhang? – wenn ja, wie, und ist er für alle SuS gleich?
  • Strategie: Braucht man einen durchgestylten „Masterplan“, didaktisch-methodisch fertig ausgearbeitet, bevor man startet? Oder ist es günstig, eine Idee zu haben, und damit einfach anzufangen mit der Experimentierhaltung: „Mal sehen, was passiert“, „Versuch macht klug“ ?

Der letzte Punkt war in meinen Augen fast der Wichtigste. Eine Referendarin (Saskia) hatte ihr Unterrichtsblog vorgestellt, das schon im Juni ein tolles Praxisbeispiel im Workshop gewesen war. Jetzt im September waren die Erfahrungen weiter gewachsen. Beeindruckend und wohl kaum durch irgend einen Input zu ersetzen war vor allem ihr Bericht über die Entstehung und Entwicklung dieses Unterrichtsblogs von der ersten Idee an. Saskias lebendiger Vortrag und die vielen Fragen, die sich daran entzündeten, zeigte auch, wie produktiv in der Lehrerbildung die Methode „Fallbesprechung“ sein kann.

Vielen Dank also noch einmal an Saskia!

Es sind wieder interessante und viel versprechende neue Unterrichtsblogs entstanden – siehe Linkliste in der Sidbar „Blogs der Referendare September 2010“.  Ich wünsche gutes Gelingen der Experimente und freue mich auf Berichte!

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