Tabelle Weblogs im Unterricht / in der Schule

Den Inhalt dieser Tabelle erarbeiteten die Referendare anhand der Analyse von Beispielblogs.

Typ Funktionen/Vorteile Voraussetzung/Probleme
1. Lehrerblog mit Unterrichtsbezug Plattform f. Vorgegebenes / Informationen / Multimediasammlung/ Umfragen / Terminabsprachen; individueller Zugang zu individ. Aufgaben; als Einstieg in das Medium geeignet; spart Papier; gemeinsame Erinnerungen; zweite Schiene neben „norm.“ Unterricht PC und Drucker-Zugang permanent und nicht nur in einzelnen Stunden;z.T. unübersichtlich; pers. Sortierung muss erfolgen; SuS können nur kommentieren; L braucht viel Zeit
2. Kurs-/Fachblog Kommunikation / Austausch zu jeder Zeit – d.h. auch außerhalb des Unterrichts; das Ergebnis / Produkt hängt vom Einzelnen ab; kooperatives Arbeiten; Selbstreflexion – Fremdreflexion- Das Blog bezieht sich nur auf einen beschränkten Bereich (ein Kurs oder ein Fach)
– Ermöglicht eine gleichberechtigte Diskussion zu Themen des Fachs / Kurses
– Trotzdem hat der Lehrer noch die Möglichkeit der Inhaltskontrolle
– Die Schüler haben einen großen Partizipationsanteil am Blog
Internetzugang; Kompetenz d. Schülers und Kompetenz des Lehrers;  Interesse kann abebben, wenn L. nicht zu neuen Diskussionen anregt (es sei denn, Schüler übernehmen); Thema geeignet? Was heißt „Gleichberechtigung“?- Der Lehrer muss die Möglichkeiten des Weblogs kennen und anwenden können.
– Die Schüler müssen in der Lage sein eigenständig mit dem Weblog arbeiten zu können. Nicht nur zu Kommentieren, sondern auch eigenständig neue Artikel zu erstellen.
3. Klassenblog    
4. Schülerblog Austausch von Ideen u. Wissen; selbstständiges Arbeiten; persönliche Kontakte; Kommunikation; Individualisierung; Vorteile: hohe Motivation; Schaffung eines persönlichen Sinns Internetzugang; E-Mail; Infos an Eltern, Schulleitung; Probleme: Überforderung; rechtl. Probleme; komplizierte Hoster
5. Schülervertretungsblog    
6. Schulhomepage als Blog    

Für Typ 3, 5 und 6 bestand kein Interesse bei den Teilnehmern, da sie zu ihrer derzeitigen Praxis für diese Typen offenbar keinen Bezug herstellen konnten. Das, fanden wir, sei kein Problem, denn es komme nicht darauf an, die Systematik vollständig abzubilden, sondern v.a. darauf, dass jeder an seinen eigenen Fragen arbeiten kann.
Wer jetzt gerne noch die anderen Typen in die Tabelle eintragen möchte: Nur zu! Beispiele gibt es auf der Seite „Beispiele“, und „Forschungsergebnisse“, die in einem Kommentar mitgeteilt werden, übertrage ich gerne in die Tabelle.