Fragen!

Immer wieder mal freue ich mich, (ehemalige) ReferendarInnen per Mail beraten zu dürfen, wie sie dies oder jenes mit ihrem Blog in der Schule machen könnten.  Aber vor lauter Beratungsbegeisterung vergesse ich manchmal, dass es dabei  viele Fragen gibt, die nicht nur auch für andere KollegInnen interessant, sondern auch von anderen beantwortet werden können. Und dies wegen der Vielfalt der Antworten sicher sogar besser.

Heute hat mich Anne mit drei Fragen zum technischen Umgang mit WordPress angemailt und dabei hat sie eine entscheidende 4. Frage gestellt, nämlich: „Wo in der Blogwerkstatt kann man seine Fragen stellen?“ Da fiel es mir wieder wie Schuppen …

Darum hier also jetzt die Frageseite.

Die Nutzung des Internets wirft viele Fragen auf – aber das Internet ist auch der beste Antwortgeber auf alle Fragen. Man kann sie googeln oder in sein Twitterversum eingeben, oder auch hier. Immer bekommt man mehrere, manchmal viele Antworten, und man bekommt sie schnell, oft sofort.  Welche Fragen in welchen Bereichen der Internet-Galaxy sinnvoll zu stellen sind, hängt ganz von der Art der Fragen und von den gewünschten Antworten ab.

.

Bei WordPress-technischen Fragen (z.B. „WIE kann man das Blog oder einen einzelnen Beitrag vor den Augen der Öffentlichkeit schützen?“) findet man am besten und am schnellsten  auf der FAQ-Seite von WordPress Antwort:  http://oftgestelltefragen.wordpress.com/

bzw. auf der Support-Seite von WordPress.com: http://de.support.wordpress.com/

Natürlich kann man sie auch hier stellen, aber dann dauert es einige Stunden, bis es Antwort(en) gibt.

Bei lerntheoretischen und didaktischen Fragen wird hier zu fragen, besonders  interessant: (z.B. „WARUM und WANN sollte man einen ein Unterrichts- oder Schulblog vor den Augen der Öffentlichkeit schützen?“)

Aber nicht nur allgemein interessierende Fragen können hier gut diskutiert werden. Auch bei sehr speziellen Praxisfragen könnte man hier diejenigen KollegInnen finden, die entweder kompetent über das Problem nachdenken helfen, oder sogar aus der eigenen Praxiserfahrung etwas beisteuern können.

Fragt, fragt, fragt!  Und kommt antworten, denn ihr seid hier das Netz!

Die Fragen und Antworten stellt man hier einfach als Kommentare ein.

Und um zu sehen, ob es Fragen und Antworten gibt, auf die man reagieren kann und möchte, kann man die Blogwerkstatt jetzt mit E-Mail-Alert (Formular in der Sidebar) abonnieren.

11 Gedanken zu “Fragen!

  1. Ich habe für eine Klasse (auszubildende Grafiker) einen Twitter-Acount eingerichtet und würde nun gerne meine Kollegen davon überzeugen, diesen Account auch in ihren berufskundlichen Fächern einzusetzen. Zu diesem Zweck suchte ich Anwedungsbeispiele, fand aber nur Tipps für den Deutschunterricht, und da setze ich Twitter auch ein. Vielleicht kann mir hier jemand mit Links weiterhelfen?
    Vielen Dank schon mal im Voraus.
    Alice Grünfelder aus Zürich

  2. Stephanie

    Erstmal ein Lob an diese tolle, ausführliche und ideenreiche Seite! Ich habe viele Informationen finden können, nur zum Thema Sicherheit habe ich noch ein paar Fragen:

    – Welche Schritte muss ich im Vorfeld beachten? (Eltern informieren, usw.?)
    – Welche Einstellungen sind empfehlenswert bei einem Blog, um mich vor Spam etc. zu schützen?

    Vielen Dank schon mal im Voraus,
    Stephanie

    1. Vielen Dank Stephanie für dein Lob!
      – Eltern informieren ist sicher richtig (bei minderjährigen SuS), wenn man neue oder ungewöhnliche Unterrichtsvorhaben beginnt. Ich finde sowieso, dass die Eltern informiert sein sollten, was in der Schule und im Unterricht laufen soll. Immer gut auf einem Elternabend, wo man direkt kommunizieren kann, denn nicht alle verstehen einen Brief. Da kann man dann auch die Vorbehalte und Einwände besprechen, die konkret kommen. Je nachdem, welchen Typus von Unterrichtsblog man einsetzt, wird es sogar notwendig, die Eltern zu fragen, ob sie einverstanden sind. (z.B. wenn die Kids eigene Blogs machen dürfen/sollen.) Und dann ist ja auch der Sinn der Sache, dass die Eltern über das oder die Blogs selbst Transparenz über die Arbeit ihrer Kinder in der Schule bekommen.
      – Wenn man als Impressum die Schuladresse angeben möchte, muss man vorher das OK der Schulleitung einholen. Und je nachdem, wie die Schulpolicy ist, muss man vielleicht überhaupt die Schulleitung in das Vorhaben einweihen. (Am besten nicht zwischen Tür und Angel, sondern mit einer 1-2 seitigen überzeugenden Konzeptskizze (mit den erwarteten positiven Lerneffekten.)
      – Viele Entscheidungen trifft man vorab selbst – aber einige Entscheidungen muss man auch zusammen mit den Schülern treffen und sie schon an der Planung des Vorhabens beteiligen (das hat sowieso gute Wirkung):Z.B. wie man miteinander umgeht (Netiquette), ob es Klarvornamen oder Nicknamen geben soll, vllt lustige selbstgemachte Avatare (dafür findet man verschiedene Dienste im Netz), …
      – Spam: WordPress sammelt den Spam weg in einem extra Ordner. Wichtig ist, dass man die default-Einstellung in der Kommentarmoderation „Einen Kommentar in die Warteschlange schieben, wenn er mehr als 2 Links enthält. (Eine hohe Anzahl von Links ist ein typisches Merkmal von Kommentar-Spam.)“ nicht verändert.

  3. Gretje G

    Liebe Lisa Rosa,

    ich habe schon in deinen diversen Blocks gestöbert und gute Tipps und Anregungen gefunden. Vielen Dank dafür! Leider sind die Schulbuchverlage noch weit hinterher, was das Lernen mit Blogs angeht. Bei Nachfrage nach Material und/oder Literatur wurde ich recht ungläubig angeschaut.

    Ich plane ein Projekt im Rahmen einer Projektwoche mit 10.Klässlern im Fach Deutsch. Dieses Projekt soll zugleich auch Gegenstand meiner schriftlichen Arbeit zum 2. Staatsexamen werden. Nun bin ich sehr froh, hier eine ausführliche Literaturliste und Anleitungen gefunden zu haben. Hast du vielleicht noch Tipps, Tricks, Anregungen für mich? Es geht im Groben zum Einen um den Umgang mit Blogs als Publikations- und Kommunikationsmittel, zum Andern um das Schreiben von Texten zu einem selbstgewählten Thema und das Kommentieren der Beiträge der Projektteilnehmer.

    Ich bin für jeden Tipp dankbar, was man so alles beachten und bedenken muss.

    Viele Grüße,
    Gretje

    1. Lisa Rosa

      Da fällt mir als erstes auf jeden Fall der Konrad Glogowski ein. (Wenn Du ihn nicht schon bei mir entdeckt hast.) Mit seinen Schülerblogs zu selbstgewählten Themen in der Muttersprache (bei ihm Englisch) trifft er genau Dein Setting und Deine Lernziele. Allerdings waren es bei ihm wohl 8.-klässler. Aber er hat 2007 in seinen Learning Stories soviel zu diesem Projekt geschrieben (es war wohl seine Diss), dass Du hier sicher einiges findest: http://www.teachandlearn.ca/blog/2007/10/27/how-to-grow-a-blog/ und related posts …

      Beachten und bedenken musst Du hier bei uns a) Commitment der Eltern, sowie Absprachen mit den Schülern über ihren Privacy-Schutz und ihr Verhalten im Netz, und b) die technischen Voraussetzungen (dass die Schüler auch im Unterricht an ihre Blogs kommen. Wenn Filtersoftware vorm Schulserver liegt, dann sind meist social media – facebook und blogseiten weggesperrt. Dafür gibt es dann vllt die Möglichkeit, dass der Schuladmin die Blogs deiner Schüler in eine White List einpflegt.)

  4. Auch von mir ein groβes Lob. Ich denke die Blogs und Beispiele helfen vielen beim Aufbau einer eigenen Präsenz. Ich glaube dieser Ansatz ist grade in richtung selbstgesteuertes Lernen mächtig. Wir entwickeln gerade eine neue Lernplattform (ExamTime), weshalb ich mich intensiv mit dieser Problemstellung auseinandersetze. Die damit erstellten Lernhilfen lassen sich einfach in Blogs integrieren und stellen darum glaube ich eine spannende Ergänzung dar. Ich bin sehr an Ihrer Meinung dazu interessiert.
    http://www.examtime.de
    Danke und viele Grüβe,
    Johannes

    1. Lisa Rosa

      Ein Link „fehlt“? Und Sie fragen, warum? Ihre Frage kann ich nur so beantworten:
      Fehlen könnte er ja nur, wenn es soetwas wie Vollständigkeit im Falle dieser Sammlung geben könnte. Kann es natürlich nicht. Eine solche Sammlung hängt immer von vielen Zufällen ab. Und da Vollständigkeit (als Voraussetzung für die Möglichkeit von „Fehlen“) ja bedeutet, dass ALLES, was es zum Thema gibt, in der Sammlung enthalten sein muss, dann wäre die Sammlung (selbst wenn soetwas überhaupt möglich wäre) gleichzeitig wieder wertlos, denn der Wert besteht in der Auswahl. Aber wenn Sie meinen, dass der Link auf Ihre Arbeit hier unbedingt enthalten sein müsste, können Sie diesem Zufall ja – wie eben geschehen – nachhelfen und ihn zur Aufnahme vorschlagen, und ich werde mir Ihre Seite anschauen.

      1. Die http://halden.beatruedi.ch ist ein smartphone-optimiertes Lehr-, Lern- und Unterrichtsmittel, welches meine Klassen und ich seit bald 6 Jahren im Fach Schulmusik I betreiben.

        Der Blog ist eine einzigartige (nicht wertend) und riesige Sammlung von Unterrichtsideen rund um Schulmusik I (7. bis 9. Schuljahr). Er ist dem heutigen Lernen verpflichtet – sofern unter heutigem Lernen das wenn immer möglich selbstbestimmte Lernen verstanden wird. Selbstbestimmt auch im Sinne von orts- und zeitunabhängigem Lernen.

        Der Blog nimmt besondere Berücksichtigung auf den meistverbreiteten Computer. Das gilt insbesondere für die Produktion von Medien.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s