Handout zur Einführung

Unser gemeinsames Arbeitsblog „Blogwerkstatt“ http//lisarosa.wordpress.com

In unserem den Workshop begleitenden Blog „Blogwerkstatt“ finden Sie grundlegendes Material und Links zur Arbeit mit Weblogs im Allgemeinen sowie im Besonderen für die Arbeit mit Weblogs als Lehrer.

In diesem Blog können Sie außerdem experimentieren, indem Sie selbst Beiträge schreiben, andere Beiträge kommentieren und eigene Dateien hochladen.

Zum Kommentieren klicken Sie einfach auf den Link „Kommentar schreiben“ am Ende eines Beitrags, dann öffnet sich ein Feld, in das Sie hineinschreiben können, wenn Sie einen Namen (bzw. einen Nickname) und Ihre E-mail eingetragen haben. (Die E-mail erscheint nicht.) Anschließend veröffentlichen Sie Ihren Kommentar durch Klicken auf den Button „Kommentar senden“.

Wenn Sie in unserem Modulblog einen eigenen Beitrag schreiben oder Dateien hochladen wollen, kann ich Sie als „Mitarbeiter“ eintragen. Sie müssen dafür einen Account bei WordPress einrichten und sich anschließend mit Namen und E-mail einloggen. Sie kommen zum „Dashboard“, dem Steuerungsformular für Ihre gewünschten Aktivitäten.

Was kann man mit einem Blog als Lehrer anfangen? 

Ein Blog kann alles Mögliche werden – genau wie ein leeres Notizbuch.

In den letzten Jahren hat sich das Medium Blog in mehrfacher Hinsicht für Lehrende und Lernende als potentes Lernmedium entwickelt:

  1. Immer mehr Lehrer (und Hochschullehrer) benutzen ein Blog, um über ihre Praxis-Erfahrungen und –Probleme zu reflektieren sowie sich mit anderen Kollegen darüber auszutauschen und gemeinsam nach neuen Lösungen zu suchen. Über diese „Lerntagebücher“ entstehen wichtige Lerngemeinschaften zur Weiterentwicklung der eigenen Arbeitstätigkeit.
  2. Blogs können auf vielfältige Art und Weise im Unterricht als Lernmedien für die Lernprozesse von Schülern eingesetzt werden.
  3. Blogs können als Lernmedium für das Lernen einer Organisation – z.B. einer Schule eingesetzt werden.

       

Adressen zur Einrichtung eines Weblogs (Weblog-Hoster)

1. WordPress http://de.wordpress.com/signup/

WordPress ist einer der größten Blog-Hoster weltweit. Seit letztem Jahr gibt es ihn auch auf Deutsch. Die Logik ist gut zu verstehen und die Handhabung leicht. Er hat den Vorteil, dass er unglaublich viele und sehr schöne Layout-Vorlagen hat, Videos hochladen kann und alle gängigen aktuellen Applikationen anbietet.

Mit der WordPress-Software läuft auch der kostenlose Hoster für Bildungsblogs http://edublogs.org/

2. deutschsprachige Bloghoster

Kulando – http://www.kulando.de/
Blogger – http://www.blogger.de/
Blog Service – http://www.blog-service.de/
Deluxeblog – http://www.deluxeblog.de/
Tell it – http://www.tell-it.net/
Blogigo – http://www.blogigo.de/
BlogMonster – http://blogmonster.de/
1on – http://www.1on.de/
Overblog – http://de.over-blog.com/
BlogGorilla http://www.bloggorilla.de/
Bloggospace – http://www.bloggospace.de/
Blogger COM – http://www.blogger.com/home
Typepad – http://www.typepad.com/ 

Bei kostenlosen Hosts gibt es zwei Probleme: Oft haben sie automatisch Werbung integriert (z.B. bei Blogger, dem Hoster von google), oder sie haben wenig Speicherplatz oder/ und weniger Applikationen.

Informatiker (ob studiert oder autodidaktisch gebildet) programmieren ihr Blog selbst auf einer eigenen Domain. (Eine Domain kann man z.B: beim E-mail-Anbieter gmx.net billig bekommen.) Die meisten benutzen dabei die Software von WordPress: http://wordpress.org/ bzw. die deutsche Version http://wordpress-deutschland.org/

Einrichten („Basteln“) eines eigenen Weblogs in vorprogrammierter Form:

  1. auf die Website des gewählten Hosters gehen und
  2. den selbsterklärenden Betriebsanweisungen zur Einrichtung folgen:
  3. In der Regel muss man sich erst einmal mit seiner E-Mail-Adresse und einem User-Namen registrieren (und anschließend mit einem Bestätigungslink bestätigen, den man automatisch sofort zugeschickt bekommt.) Dann ein Formular runterklicken, auf dem man
  4. einen Titel und eine Adresse für das Blog festlegen sowie ein Layout wählen muss.
  5. Und dann kann es schon losgehen mit Bloggen! Nach und Nach baut man sein Weblog auf, richtet verschiedene Seiten und Kategorien ein, legt ein „About“ oder ein Impressum an, lädt ein Headerbild hoch, gestaltet die Sidebar(s), schreibt Beiträge und – last not least: man beginnt, sich mit anderen Bloggern zu einer Community zu vernetzen.

 

Bloggen

Mit bloggen bezeichnet man den ganzen Betrieb, den man aktiv mit dem eigenen Blog veranstaltet.

Bloggen heißt, sich jeden Tag neu in die eigene Existenz schreiben. (David Weinberger)

Ein Blog zu führen (bloggen) bedeutet jedoch mehr als regelmäßig etwas hineinzuschreiben, um dann zu warten, ob jemand gucken kommt und vielleicht einen Kommentar hinterlässt. Mit einem Blog kann man sich gleichermaßen

  1. selbst ausdrücken und anderen Informationen und Gedanken mitteilen, indem man Beiträge (postings) schreibt (= posten);
  2. neue Informationen finden und neue Standpunkte und Perspektiven kennenlernen, indem man andere Weblogs sucht, deren Beiträge liest und sie vielleicht in einem Posting auf dem eigenen Blog verarbeitet;
  3. in Kommunikation treten, indem man Kommentare in andere Weblogs hineinschreibt und auf Kommentare im eigenen Blog reagiert;
  4. neue Menschen finden, die die gleichen Interessen haben wie man selbst, und Praxisgemeinschaften bilden, indem man sich mit anderen Blogs vernetzt, die zum selben Gegenstand oder zur selben Profession bloggen. Solche KollegInnen verlinkt man in der eigenen Blogroll undweist im eigenen Blog auf Beiträge ihrer Blogs hin, die man gut findet.
  5. Auf diese Weise entstehen Blog-Communities, Lerngemeinschaften, die nicht selten auch zu face-to-face-Arbeitskontakten führen. So sind z.B. in den letzten Jahren eine Reihe von Lehrer-, Hochschullehrer-, Medienpädagogen- und IT-Wissensarbeiter-Blogs entstanden, die sich untereinander vernetzt haben, um z.B. mit der Frage „Wie muss sich der Unterricht im Web 2.0-Zeitalter verändern?“ weiter zu kommen.
  6. Man kann ein Weblog natürlich auch nur für sich selbst führen – als digitales Privat-Tagebuch oder als Arbeitsplattform zur Reflexion der eigenen Praxiserfahrungen oder als Instrument zum Wissensmanagement für eine Doktorarbeit. Wenn man nicht möchte, dass jemand hineingucken kann, kann man das ganze Blog (oder einzelne Beiträge) offline stellen.

 

Wichtig zu wissen: Netzkompetenz

1. Öffentlichkeit:

Das WWW wirklich zu nutzen, bedeutet, sich selbst (oder seine Gedanken) zu zeigen. Alles, was online im Weblog erscheint, wird von den Suchmaschinen erfasst. Das ist eine große Chance für die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt, denn nur so finden sie überhaupt erst zusammen. Man muss sich aber auch genau überlegen, ob man damit leben kann, dass das, was man gestern geschrieben hat, heute und für viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte in Google oder in einer Personensuchmaschine wie www.yasni.de zu finden sein kann. Man muss sich also genau überlegen, wie viel und was man von sich zeigen möchte.

Dieses „Problem“ haben jedoch sowieso alle, die etwas veröffentlichen – also Wissenschaftler und Journalisten. Sie wollen ja der Welt etwas mitteilen! Wenn man also nichts unkontrolliert Privates von sich schreibt, sondern ein Arbeits- bzw. Themenblog führt, hat man das Problem auf  derselben Ebene, das diese Personengruppen schon immer hatten. Ihre „Postings“ standen und stehen mit ihrem Klarnamen für Jahrzehnte in den Bibliotheken und können von jedem eingesehen werden. Im Internet hat sich das natürlich verschärft, weil der Zugang leicht und das Auffinden von namenbezogenen Äußerungen bzw. Bildern oder Videos nur          wenige Sekunden benötigt. Für unsere Schüler müssen wir daher ganz  besonders verantwortungsvoll mit diesem Problem umgehen. Dafür gibt  es zum Glück schon gute Lösungen und Erfahrungen.

2. Impressumpflicht:

Seit 2005 besteht für alles, was man ins Netz stellt, die gesetzliche Pflicht zur persönlichen Haftung im Sinne des Presserechts. Wie auf jedem Flugblatt braucht man also ein Impressum mit Klar-Namen und Anschrift fürs Blog. Mehr braucht es aber nicht! Man kann jedoch natürlich auch ein richtiges „About“ über sich selbst schreiben, mit Foto, seinen Interessen und vor allem dem Sinn des Weblogs, das man betreibt.

3. Netiquette

nennen sich die Netzregeln für anständiges Verhalten im Netzbetrieb – also auch in der „Blogosphäre“. Die Netiquette ist das älteste und beste Beispiel für Selbstregulierung innerhalb der Internet-Community. Hinweise auf Urheberrechte und Netiquette gibt es z.B. hier: http://blog.oliver-gassner.de/archives/2243-BlogCamp-4-Juristisches-und-Blog-Netikette.html.

4. Aufhören?

Wenn man mit dem Bloggen wieder aufhören möchte, weil man seinen Sinn darin nicht gefunden hat und keine weitere Zeit damit verbringen möchte, möchte man das Blog gerne aus dem Netz entfernen. Das kann man ganz einfach tun, indem man es offline stellt oder gleich ganz löscht. In beiden Fällen ist es aus dem Netz verschwunden. Zurück bleiben allerdings die Spuren, die die Suchmaschinen einmal gefunden haben. Wenn die Links der Suchmaschinen jedoch angeklickt werden, gibt es eine Fehlermeldung: Die Seite ist nicht mehr auffindbar.

5. Ich möchte gefunden werden!

Wenn man stattdessen möglichst viele Besuche im Blog und einen regen Kommunikationsverkehr („Traffic“) bei sich haben möchte, dann muss  man selbst einiges dafür tun:

  • regelmäßig posten; (regelmäßig ist auch 1 x im Monat!)
  • in anderen Blogs lesen und kommentieren;
  • die eigenen Beiträge mit vielen Hyperlinks versehen;
  • die Überschriften der Beiträge so wählen, dass sie viel gesuchte Begriffe („Tags“) enthalten;
  • eine lange Blogroll entwickeln;

zusammengefasst: mit dem eigenen Blog im Netz kommunizieren und Netzwerken.

6. Ich möchte gar nicht selbst bloggen, sondern Blogs nur als Instrument / Methode für den Unterricht einsetzen!

Kein Problem! Geht! Aber mit Blogs ist es genauso wie mit Büchern. Wenn man selbst nicht regelmäßig liest oder wenigstens mal gelesen hat, kann man nicht gut ermessen, was man damit im Unterricht anfangen kann. Vielleicht kann man auch nicht gut zum Lesen ermuntern, wenn man selbst nicht liest. Bücher muss man darum nicht selbst geschrieben haben – obwohl es nicht schaden kann – denn Bücher sind Informationsmedien, genauer: One-way-Kommunikationsmedien. Weblogs jedoch sind Informations- & Kommunikationsmedien. In den interaktiven many-to-many-Kommunikationsmedien des Web 2.0 entfaltet sich eine neue Informations- und Kommunikationskultur, eine neue Lernkultur, in die die Schüler hineinwachsen müssen. Und nicht zuletzt: Es macht Spaß, und der kommt während der Tätigkeit.

Handout als PDF

 

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