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Ich freue mich immer sehr, wenn ich neue Unterrichts- oder Schulblogs entdecke. Ich sammele sie hier auf der Seite “Beispiele”, bzw. in der Blogroll, wenn sie von Teilnehmern meiner Workshops stammen

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, es werden immer mehr :-)

Heute habe ich das Blog der Karl-Weise-Grundschule in Berlin-Neukölln entdeckt. Da ist eine Menge los! Ein Schulblog dieser Qualität ist ein tolles Instrument für die Schaffung einer lebendigen Schulcommunity.

Die Kaiserin-Augusta-Schule in Köln produziert neue Blogs am laufenden Band – viele davon im Musikunterricht! Im  Blog des Musik-Grundkurses 12, das sich mit Musik des 20. Jahrhunderts beschäftigt werden gerne auch Kommentare von außen gesehen, so jedenfalls twittert der Initiator André Spang! Das ist etwas für alle, die gerne Musik hören, denn es gibt eine Menge Videoclips und Schülerbeiträge zu kommentieren.

Nachdem die SchülerInnen der 4a im Lebensraum Wald mit ihrem Lehrer Stefan Lange über ihre Lernerfahrungen und -Ergebnisse unglaublich viel geschrieben und kommunziert haben, dürfen sie jetzt mit dem  Hamburg-Blog ihre Stadt erkunden. Nicht nur ein neues Thema steht an, sondern auch die Erweiterung ihrer Autorenrechte: Offenbar dürfen sie im neuen Blog eigene Beiträge posten, nachdem sie gezeigt haben, wie gut sie mit dem Kommentieren zurecht kommen.  Wenn das nicht Kompetenz-Zuwachs ist! Ich bin gespannt und freue mich auf die Ergebnisse.

Gut Ding will Weile haben, und manches muss sich auch erst setzen, bevor es gute Ergebnisse erreicht.

Obwohl mir der Workshop mit den Kollegen der KAS viel Spaß gemacht hat, weil nahezu alle offen für Neues waren, Fragen gestellt haben und sich mit ihrer Praxiserfahrung eingebracht haben, hatte ich hinterher daneben auch ein ungutes Gefühl. Das musste ich erst mal für mich sortieren. Woher kam’s? Was bedeutet es? Welche Konsequenzen kann ich daraus ziehen?

Die Bedingungen waren gemischt – eben wie die Praxis so ist: Interessierte und teilweise sehr engagierte KollegInnen, deren Voraussetzungen, Erfahrungen und Wünsche ich vorher nicht eruieren konnte. KollegInnen, die gar nicht wussten, was überhaupt auf sie zukommen würde; und KollegInnen, die vielleicht nicht alle freiwillig in diesem Workshop saßen. Bunt und heterogen.

Leider war keine Zeit gewesen, ein Teilnehmerfeedback für mich einzuholen. Das hat für mich den Auswertungsprozess schwierig gemacht. Trotzdem konnte ich von der Atmosphäre spüren, dass es nicht nur Zufriedenheit mit dem Workshop gab. Mit einem der Kollegen konnte ich mich nachträglich über Web 2.0 Medien austauschen. Das war sehr hilfreich!

Hier jetzt also die Ergebnisse meiner eigenen Lernerfahrung:

1. Unter den Umständen, dass ich vorher nichts von der Zusammensetzung des Workshops wusste (eine Deutschgruppe war kurzfristig dazu gekommen, nicht alle hatten einen Computer, die Voraussetzungen waren extrem homogen, die Gesamtanlage des Fortbildungstages war von der Steuergruppe der Schule produktorientiert gedacht gewesen ), hätte ich in der Planung schon einen Plan B haben müssen.

2. Mein Erkundungs- und Praxisideen-Programm (Plan A) war zu kompliziert für dieses komplexe Medium unter den gegebenen Bedingungen.

3. Besser als ein Fobi-Workshop in der Logik eines Erkundungsprojekts wäre unter diesen Bedingungen die Anlage in der Logik eines Gestaltungsprojekts (produktgesteuert gewesen).

4. Das hätte  konkret z.B. heißen können:

  • Phase 1: Ich führe über Beamer vor, wie ich für die Workshopgruppe ein gemeinsames Weblog einrichte (z.B. KAS-Fortbildungstag am 11.11.2009) – anstatt jeden TN ein eigenes Blog einrichten zu lassen;
  • alle werden als Autoren/Mitarbeiter eingepflegt. (Das Ganze dauert höchstens ½ Stunde. Dabei können die TN erstens per Demonstration sehen, wie man ein Blog erstellt, zweitens mitbestimmen, wie es aussieht, wie es heißen soll, usw.);
  • Phase 2: 1. Alle schreiben Beiträge ins Blog, binden Bilder u.a. Dateien ein; 2. lesen, was die anderen geschrieben haben; 3. kommentieren sich gegenseitig;
  • fertig ist das “Produkt” für die Präsentation im Plenum und die TN haben Basics des Bloggens gelernt;
  • Phase 3: Reflexion: Was können wir mit dem, was wir jetzt gelernt haben, im Unterricht anfangen? —–Ideensammlung im Blog! 

Ich glaube, mit diesem alternativen Programm hätten die TN mehr Spaß und weniger Streß gehabt, und es wäre ein vorführbares Produkt entstanden, sowie eine gemeinsame Lernerfahrung, an der alle hinterher für ihre Praxis hätten anknüpfen können.

Schade, dass ich diesen Plan B nicht in der Situation herausziehen konnte, sondern erst in einer vergleichbaren neuen Fortbildungs-Situation.

Ich möchte mich darum hier nicht nur für die Geduld und das Engagement der Workshopteilnehmer bedanken, sondern auch für die Gelegenheit für mich, daraus zu lernen.

Trotzdem ist ja nicht nichts in unserem Workshop gelernt worden. Von einem Kollegen habe ich ein Feedback, nicht zuletzt über das von ihm neu konstruierte und erfolgversprechende Blog. Schön fände ich es natürlich, wenn hier die Teilnehmer in Kommentaren zu meiner Auswertung mitteilen würden, was sie kritisch anzumerken haben, aber auch, was sie trotz der für sie schwierigen Bedingungen lernen konnten. Ich bin gespannt!

Die KAS hat ein neues Blog!

Das Blog Musik im 20. Jahrhundert von A. J. Spang verspricht eine interessante Adresse für Musiklehrer, Schüler und andere Musikinteressierte zu werden:

http://musikim20jh.wordpress.com/

Der zweite Workshoptag

Heute habe ich selbst sehr viel gelernt!

1. darüber,  wie gut verteilte Intelligenz sichtbar und nutzbar wird in einem individualisierten kollektiven Lernzusammenhang! Die tollen Praxisberichte von zwei Teilnehmern -  vom Bloggen mit der Notebookklasse eines Gymnasiums und vom Bloggen mit 7.-Klässlern einer Haupt/Realschule – haben die Möglichkeit geboten, vielfältige Aspekte und Problemlösungen zu diskutieren. Und ohne Sebastian, der für (fast) alle WordPressprobleme und Wünsche eine Lösung wusste – z.B. wie man Tabellen erstellt – wären wir nicht so weit gekommen, auch unsere kollektive Arbeit möglichst online umzusetzen.

2. Es gab für mich viele spannende informelle Gespräche in den Pausen – z.B. über Twitter, über die Referendars-Ausbildung und über den nötigen shift vom Paradigma “Kontrolle” zum Paradigma “Vertrauen”. Eigentlich waren es also keine Pausen,  sondern Modularbeit durch Kommunikation über den gemeinsamen Gegenstand “individualisiertes Unterrichten” bzw. Lernen 2.0

Danke also zum Abschluss an alle TeilnehmerInnen für das große Engagement! Ich hoffe, es hat Spaß gemacht und weitergeholfen für die eigene Praxis.

Jetzt drücke ich der Teilnehmerin, die heute Abend die norddeutsche Meisterschaft im Turniertanz gewinnen soll, ganz feste die Daumen!

Lernen mit Web 2.0

Eine schöne Präsentation zum Wert von Web 2.0 für das Lernen (auch von Lehrern).

Den Inhalt dieser Tabelle erarbeiteten die Referendare anhand der Analyse von Beispielblogs.

Typ Funktionen/Vorteile Voraussetzung/Probleme
1. Lehrerblog mit Unterrichtsbezug Plattform f. Vorgegebenes / Informationen / Multimediasammlung/ Umfragen / Terminabsprachen; individueller Zugang zu individ. Aufgaben; als Einstieg in das Medium geeignet; spart Papier; gemeinsame Erinnerungen; zweite Schiene neben “norm.” Unterricht PC und Drucker-Zugang permanent und nicht nur in einzelnen Stunden;z.T. unübersichtlich; pers. Sortierung muss erfolgen; SuS können nur kommentieren; L braucht viel Zeit
2. Kurs-/Fachblog Kommunikation / Austausch zu jeder Zeit – d.h. auch außerhalb des Unterrichts; das Ergebnis / Produkt hängt vom Einzelnen ab; kooperatives Arbeiten; Selbstreflexion – Fremdreflexion- Das Blog bezieht sich nur auf einen beschränkten Bereich (ein Kurs oder ein Fach)
- Ermöglicht eine gleichberechtigte Diskussion zu Themen des Fachs / Kurses
- Trotzdem hat der Lehrer noch die Möglichkeit der Inhaltskontrolle
- Die Schüler haben einen großen Partizipationsanteil am Blog
Internetzugang; Kompetenz d. Schülers und Kompetenz des Lehrers;  Interesse kann abebben, wenn L. nicht zu neuen Diskussionen anregt (es sei denn, Schüler übernehmen); Thema geeignet? Was heißt “Gleichberechtigung”?- Der Lehrer muss die Möglichkeiten des Weblogs kennen und anwenden können.
- Die Schüler müssen in der Lage sein eigenständig mit dem Weblog arbeiten zu können. Nicht nur zu Kommentieren, sondern auch eigenständig neue Artikel zu erstellen.
3. Klassenblog    
4. Schülerblog Austausch von Ideen u. Wissen; selbstständiges Arbeiten; persönliche Kontakte; Kommunikation; Individualisierung; Vorteile: hohe Motivation; Schaffung eines persönlichen Sinns Internetzugang; E-Mail; Infos an Eltern, Schulleitung; Probleme: Überforderung; rechtl. Probleme; komplizierte Hoster
5. Schülervertretungsblog    
6. Schulhomepage als Blog    

Für Typ 3, 5 und 6 bestand kein Interesse bei den Teilnehmern, da sie zu ihrer derzeitigen Praxis für diese Typen offenbar keinen Bezug herstellen konnten. Das, fanden wir, sei kein Problem, denn es komme nicht darauf an, die Systematik vollständig abzubilden, sondern v.a. darauf, dass jeder an seinen eigenen Fragen arbeiten kann.
Wer jetzt gerne noch die anderen Typen in die Tabelle eintragen möchte: Nur zu! Beispiele gibt es auf der Seite “Beispiele”, und “Forschungsergebnisse”, die in einem Kommentar mitgeteilt werden, übertrage ich gerne in die Tabelle.

Der erste Workshoptag

Vielen Dank allen Referendaren und Referendarinnen für die engagierte Mitarbeit und ebenso der Museumspädagogin aus dem Hamburger Schulmuseum sowie Frau C aus der Verwaltung , die auch die Gelegenheit genutzt hat, mal zu probieren, was sich mit einem eigenen Weblog so anfangen läßt.
Hat mir Spaß gemacht!
Hier verlassen die letzten den Arbeitsraum – ach ja, man muss sich ja noch in eine papiernerne Anwesenheitsliste eintragen …

Modulgruppe0909

Hier ist unsere Baustelle, auf die wir Material tragen und verarbeiten.  Wir bauen unser gemeinsames Modulblog  zu unserem Informations- und Kommunikationsmedium aus und lernen dabei gleichzeitig die technischen und medialen Funktionen eines Weblogs am Beispiel des Hosters WordPress.

Auf den Seiten “Seminarmaterial”, “Begriffe”, “Beispiele” – den Reitern an der horizontalen oberen Leiste – liegt schon einiges an Erklärungsmaterial, an good-practice-Beispielen und an fertigen Arbeitsbögen zur Planung und auch für den Einsatz im Unterricht – außerdem die Informationen zur Planung dieses Workshops.